Reclaiming Hope!

Reclaiming Hope!

Im Rahmen der Konferenz “By Design and by Desaster” an der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen unter dem Titel “Hope – Reclaiming the Future” ging es dort aus vielen Perspektiven um das Prinzip Hoffnung. Schön, dass unser Aufruf aus dem Projekt der positiven Städte dabei passender kaum sein konnte: Hoffnung müssen wir machen! Dazu konnte Sebastian Schlecht noch einmal das Konzept der positiven Städte und der konstruktiven Definition von Hoffnung vorstellen. Nach dem Auftakt im Rahmen der Internationalen Architekturbiennale Rotterdem “Nature of Hope” ein passender Abschluss – nein es bleibt ein Aufbruch! Danke nach Bozen/Bolzano für diesen wunderbaren Austausch.

Datum: 09. Mai 2025
Ort: Frei Universität Bozen/Bolzano
Link: https://designdisaster.unibz.it/2025/


lala.ruhr war in der WERK.STADT!

lala.ruhr war in der WERK.STADT auf der Polis Convention

Lala.ruhr war in der WERK.STADT! Die Idee, dass Gestaltung und Architektur zu etwas Gutem beitragen, treibt viele kreative Menschen an. Doch oft werden negative Einflüsse nur ansatzweise erkannt oder berücksichtigt. Wie kann eine konsequent positive und ehrliche städtische Perspektive entstehen? lala.ruhr hat sich zusammen mit dem Lehrstuhl StädteBauProzesse der TU Dortmund und dem niederländischen Architekten Vincent van der Meulen mit der Frage beschäftigt. Ausgehend von der Idee „Building with a positive footprint“ haben wir uns mit der POLIS WERK.STADT auf den Weg in die zukunftsgerechte Stadt gemacht. Machen Sie mit bei der Gestaltung einer positiven Zukunft?!

Datum: 8. Mai 2025
Ort: Polis Convention Düsseldorf
Link: https://www.polis-convention.com

POSITIVE CITIES – eine konsequent ehrliche städtische Perspektive!


CREATING POSITIVE CITIES - hope is to be done! lala.ruhr auf der IABR Rotterdam

CREATING POSITIVE CITIES - hope is to be done! lala.ruhr auf der IABR Rotterdam

Mit dem Fachbereich SBP StaedteBauProzesse der TU-Dortmund haben wir ein eigenes Programm auf der Internationalen Architektur-Biennale Rotterdam 2024 (IABR) “NATURE OF HOPE” gestaltet! LINK

Wir fragten, wie entsteht Hoffnung auf eine gute Zukunft -und welche Rolle spielt Bauen und Architektur dabei? Mit den Inhalten der Ausstellung, vielfältigen Eindrücken aus dem Stadtgebiet, in dem wir die “Botanical Monuments” der Biennale besuchten, machten wir uns auf den Weg. Zusammen mit Vincent van der Meulen von Kraaijvanger Architects, Autor des Konzeptes „Building with a positive footprint“, erkundeten wir die Idee, wie Städte positiv gestaltet werden können, und vor allem, wie wir negative Auswirkungen vermeiden können.

Unsere Ergebnisse haben wir dort am 13. Oktober zum Abschluss der Biennale diskutiert und in Form von Postkarten-Statements in der Ausstellung für die Besucher des Abschlusstages hinterlassen.

Im Laufe des Wintersemesters 2024/2025 werden wir mit den Studierenden neue Ansätze für rundum hoffnungsvolle und positive Städtebau-Entwürfe für ein Bochumer Quartier diskutieren und entwicklen. Und wir werden dazu auch in die virtuelle XR-Welt eintauchen und die Bochumer Zukunft dort sichtbar machen – stay tuned!

Programm der IABR

 

Creating Positive Cities – Hope is to be done! Ein lala.ruhr-Programm auf der IABR Internationalen Archtitektur Biennale Rotterdam 2024 (Foto: Jose Londono)


URBANE LANDSCHAFTEN - regenerativ, nachhaltig und divers

URBANE LANDSCHAFTEN - regenerativ, nachhaltig und divers

Die Zukunft gestalten: lala.ruhr war eingeladen, auf dem internationalen neext Future Summit 2024 über zukunftsweisende Lösungen der Stadtlandschaft zu diskutieren und neue Wege der Zusammenarbeit zu erkunden. Mit dem von uns organisierten Fishbowl-Format hieß es: Regenerativ, nachhaltig, divers – Circular Urban Landscapes!

Mit: Andrea Gebhard (Bundesarchitektenkammer), Annette Nothnagel (LAGA GmbH), Rebecca Landwehr (Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG)), Wulf Kramer (City Decks Livable Cities GmbH), Götz Schönfeld und Christina Hoffmann (Drees & Sommer SE), Sebastian Schlecht (lala.ruhr), Steffan Dittrich (Nürnberg Messe)

Nach unserem Kick-off auf der GaLaBau2024 ging es auch hier im Motorenwerk Berlin intensiv um die zirkuläre Stadtlandschaft, ihre Rahmenbedingungen und ihre konkrete Umsetzung. Vom Pflasterstein bis zum Baugesetzbuch, vom Wollen zum Können, und auch um einfache und temporäre Lösungen, die das Potential unserer Stadträume heben können. Denn eines wurde klar: Wir brauchen andere Lösungen, andere Produkte und ganz besonders ein anderes Miteinander – eine neue Art der Kommunikation um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. In einer Welt des stetigen Wandels ist ein „Weiter so wie bisher“ keine Option mehr.

Unter dem Motto “Renaturing the City” haben wir mit lala.ruhr auch eine Beitrag für die Ausstellung “100 Meter der Innovation” erarbeitet, der Zusammen mit dem der Firma CityDecks, dem Landschaftsarchitekturbüro Vennemann, dem Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG) und der GaLaBau-Messe Nürnberg für die Stadtnatur und ihre vielfältigen Vorteile warb.

Danke für diese Partnerschaft mit den Future Summit und für eine großartige Veranstaltung und Kommunikationsplattformen für intensives Networking und den branchenübergreifenden interdisziplinären Austausch. Zukunft geht nur gemeinsam!

Link zum Programm des Neext Future Summit 2024

Regenerativ, nachhaltig, divers
Circular Urban Landscapes!


DIE ZIRKULÄRE STADTLANDSCHAFT! Unser Landscape-Talk auf der GaLaBau2024

DIE ZIRKULÄRE STADTLANDSCHAFT! Unser Landscape-Talk auf der GaLaBau2024

Die Zukunft ist zirkulär! Auf unserem Landscape Talk auf der GaLaBau 2024 drehte sich alles um die zirkuläre Stadtlandschaft. Zusammen mit NEEXT, dem New European Ecosystem for Transformation, ging es darum, wie die zirkuläre urbane Landschaft zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann.

Mit Dirk Vennemann, Martin Beltz, Christina Hoffmann und Götz Schönefeld gingen wir der Frage nach, wie Immobilien, Stadträume und Landschaften nicht getrennt voneinander, sondern im Zusammenspiel resilient und lebenswert entwickelt werden können. Die Stadt als Ganzes ist eine regenerative Ressource, wie können wir damit arbeiten?

Landschaftsarchitekt Dirk Vennemann hat mit dem Team von Observatorium Rotterdam den Kauenhof der Zeche Westerholt 100% zirkulär umgestaltet. Martin Belz ist Experte für Gebäudegrün und entwickelt und realisiert regenerative Systeme für Dächer und Fassaden. Christina Hoffmann und Götz Schönefeld entwickeln bei Drees&Sommer ein internationales Ökosystem für die nötige Transformation

An der Diskussion beteiligte sich auch das direkte Messeumfeld, und es ging es um das erste Stadtmöbel aus kohlenstofffreiem Stahl aus Schweden (Vestre), um Steine aus recycelten und zementfreien Materialen (Von Rinn und Godelmann), oder Sharingsysteme für Stühle und Tische von Zuko, aber auch um die Frage der nötigen Freiraumwende analog zur Bauwende.

Link zum Programm der GaLaBau2024

Auf unserem Landscape Talk auf der GaLaBau 2024 drehte sich alles um die zirkuläre Stadtlandschaft.


Takeover*: Zirkuläres Bauen mit "Abfällen"

Takeover*:
Zirkuläres Bauen
mit "Abfällen"

Wir nähern uns dem Abschluss unseres Reise durch den “Müllkomplex”. Unser letztes Thema: Reboot Architecture – zirkuläres Bauen für eine nachhaltige Zukunft unserer Städte. Denn der Großteil der Umweltkosten eines Gebäudes entfällt auf den Materialverbrauch. Der Bausektor produziert dabei enorm viel unnötig anfallenden Müll. Wäre es da nicht sinnvoll, Materialien zu verwenden, die zwar so robust sind, wie herkömmliche Materialien, die man aber mehrfach verwenden kann? Und lassen sich vielleicht sogar aus “Abfällen” neue Gebäude errichten? Ja – Grundlage hierfür bildet die zirkuläre Kreislaufwirtschaft, die es ermöglicht, den wachsenden Ressourcenbedarf dauerhaft und nachhaltig zu stillen. Denn: Abfall gehört nicht in jedem Fall auf die Mülldeponie. Beispielsweise lassen sich aus alten Holzplatten oder Metallen neue Gebäude gestalten und der Lehm als vielseitigen “Kleber” verwenden. Solche Projekte setzt das “Natural Building Lab” (NBL) um, eine universitäre Einrichtung der Technischen Universität Berlin, Das NBL wurde 2017 als Fachgebiet für “Konstruktives Entwerfen und klimagerechte Architektur” unter der Leitung von Prof. Eike Roswag-Klinge gegründet. 

Das Natural Building Lab agiert als Teil eines transdisziplinären Netzwerks, das Projekte durchführt, die in der Lehre, Forschung und Praxis Anwendung finden. Besonders liegt ihnen die Arbeit mit Studierenden am Herzen. Das Team besteht hauptsächlich aus Architekt:innen, wird aber bei Kooperationen durch Bauingenieur:innen, Grafikbüros, Landschaftsarchitekt:innen und Kommunikationsdesigner:innen erweitert. Bei ihren Projekten sind Naturbaustoffe, Lehm und der urbane Holzbau klar im Fokus. All diese Materialien werden größtenteils von Abrissgebäuden oder Räumen bezogen, denn nichts darf unnötig weggeschmissen werden.

ZU/FLUCHT Freiluftausstellung:

Das Projekt ZU/FLUCHT steht exemplarisch für die die Arbeit des NBL und wurde als Masterentwurf mit 20 Studierenden der TU Berlin durchgeführt. In einer Kooperation mit der Stiftung Exilmuseum Berlin wurden alte Tempohome-Container (Wohnraum für Zufluchtssuchende) umgebaut und -gestaltet, zu einem außergewöhnlichen Entree für das sich in der Entstehung befindliche Exilmuseum. Der frühere Wohnraum wurde durch die vorhandenen Materialien Metalle (besonders Blech), Wolle und verklebte Materialien modifiziert. Das Projekt soll dazu anregen, besonders die Themen der Materialverschwendung und Wiederverwendung im Bausektor diskutieren. Ziel war es, aufzuzeigen, was mit alten Containern passieren kann, die oftmals hergestellt und nach ihrer primären Nutzung nicht weiterverwendet werden. Von Juni – Oktober 2021 konnte die temporäre Freiluftausstellung am Anhalter Bahnhof Berlin begutachtet werden. Die Planung, Konstruktion und Durchführung umfasste 18 Monate und wurde anhand von zwei Semestern an der TU Berlin durchgeführt. 

Gerade in Zeiten der Nachhaltigkeit stoßen solche Projekte auf großes öffentliches Interesse, auch beim Land Berlin. Zirkuläres Bauen liege im Trend und “ich habe das Gefühl, das wird ein bisschen zum neuen Nachhaltig”, sagt Matthew Crabbe, Doktorand am NBL. Die Definition von zirkulärem Bauen laute dabei: Die kreislaufkorrekte Nutzung von Baustoffen und Materialien sowie die Bereitstellung eines langen Lebenszyklus’ derer fördert die Kaskadennutzung. Dabei werden nachwachsende, erneuerbare oder wiederverwendbare Baustoffe benutzt, welche klima- und umweltschonend sind. Die Reduzierung von Abfällen sowie Emissionen stehen klar im Fokus.

Das zirkuläre Bauen wird durch den Ansatz “Cradle to Cradle” (C2C) aus den 1990er-Jahren von Michael Braungart (deutscher Chemiker) und McDonough (US-amerikanischer Architekt) gestützt. Dabei ist von einer durchgängigen und konsequenten Kreislaufwirtschaft die Rede, bei der alle Ressourcen in einem Kreislauf gehalten werden. Die drei Prinzipien von Cradle to Cradle (C2C) sind: Abfall = Nährstoff, oder auch: alles wird als Ressource für etwas anderes konzipiert; Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen; Diversität fördern.

Dabei soll die Region Rhein-Ruhr in den nächsten Jahren zu einem weltweiten Zentrum für die Zirkuläre Wertschöpfung („Circular Valley“) werden. Zirkuläre Bauten (Gebäude aus Materialien und Produkten, die nach ihrerer Wiederverwendbarkeit ausgewählt werden) sind in NRW noch nicht weit verbreitet, mit Ausnahme des Kreislaufhauses auf Zollverein in Essen. Das neue zirkuläre Verwaltungsgebäude der RAG-Stiftung und RAG AG liegt auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen. Das Gebäude wurde durch kadawittfeldarchitektur geplant und umgesetzt. Die Materialien wurden nach ihren gesundheitlichen und ökologischen Aspekten sowie der Kreislauffähigkeit ausgewählt. Nach Ende der Lebensdauer des Gebäude soll es als Rohstoffquelle dienen. Auch die Gründächer, die Urban Gardening-Flächen sowie die Tierhabitate sollen für immer beständig bleiben. Außerdem entsteht derzeit in Düsseldorf “The Cradle”, ein siebengeschossiges Holzhybrid-Bürogebäude im Düsseldorfer Medienhafen. Dabei wurde der Carbon-Foodprint schon beim Bau durch den nachwachsenden Rohstoff Holz reduziert. Auch der ökonomische Mehrwert ist durch die Schaffung von Büros gegeben.

Hiermit bedanken wir uns bei der Theaterallianz Mühlheim an der Ruhr für das Takeover ihres Instagram – Kanals! Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen, wir konnten den Leser:innen neue Information rund um Abfall und Landschaft nahebringen. Also denkt immer dann reuse, reduse, recycle! Nicht alles was ihr nicht mehr braucht, ist für die Tonne!  😉

Textautorin: Stephanie Stiem

*lala.ruhr übernimmt mit dem takeover im Januar 2022 drei Wochen lang den Instagram-Account von vier.ruhr, der Allianz der Mülheimer Theater. Unser Thema: der Müllkomplex. Wir nehmen euch mit mit auf eine digitale Reise durch die Region und darüber hinaus – an Orte, an denen etwas aus Müll entsteht oder an denen mit dem gearbeitet wird, was wir umgangssprachlich so bezeichnen. Wir laden dazu ein, auch die Stadtlandschaft der Metropole Ruhr zirkulär zu denken und alle Materialien als ein Teil von Kreisläufen zu entdecken. Das Unternehmen HeimatERBE stellen wir vor, da es  sich unter anderem um die Umwandlung von Flächen kümmert, die zuvor in der öffentlichen Wahrnehmung als “nutzlos” angesehen wurden und es Wirtschaftsunternehmen ermöglicht, umweltneutral zu agieren. 

vier.ruhr ist die Theaterallianz von Theater an der Ruhr, Mülheimer Theatertage „Stücke“ und Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat.

Auf-, bzw. Umbau für die ZU/FLUCHT Freiluftausstellung: Im Rahmen des Projektes erhielten Container, die ursprünglich als Wohnraum für geflüchtete Menschen genutzt wurden, eine neue Bestimmung.

©Natural Building Lab, Berlin


Takeover* vier.ruhr: das Konzept des Urban Metabolism

takeover*:
Müll in der Wissenschaft -
das Konzept des Urban Metabolism

Jeder Mensch auf der Welt produziert Müll: die Bananenschale als Biomüll, der Handyakku als Elektroschrott, der Karton als Altpapier oder die Plastiktüte als Recyclingprodukt. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wurde generell viel mehr Müll/Abfall produziert, der noch dazu häufig nur verbrannt werden konnte. Der Grund hierfür: potenziell daran haftende Corona-Viren.

Auch in der Wissenschaft laufen viele Forschungsreihen, die sich mit dem Vermeiden von Müll/Abfall und dem Wiederverwenden von Materialien beschäftigen. Unsere Städte besitzen folglich einen “Urban Metabolism”, auf deutsch “städtischer Stoffwechsel”, der die Umwandlung von Materialien und Energie in einer Stadt bezeichnet.[1]

Geprägt wurde der Begriff von dem deutschen Philosophen und Ökonomen Karl Marx, und zwar bereits im Jahr 1844 in Bezug auf die Umweltsoziologie. Marx machte deutlich, dass wir Menschen von der Natur abhängig sind und sie mit unseren wirtschaftlichen Prozessen schädigen [2]. Das grundsätzliche Konzept des urbanen Metabolismus geht dann den US-amerikanischen Ingenieur Abel Wolman aus dem Jahr 1965 zurück, der zum ersten Mal die Stadt als ein eigenes Ökosystem mit ihren Stoff- und Energieflüssen betrachtet hat [3].

Seit dem 19. Jahrhundert wurden Städte immer wichtiger, weil sie Motor des Wirtschaftswachstums waren und sind. Städte sind ein offenes System, das Energie, Brennstoffe, Rohstoffe, Wasser, Nahrungsmittel und Luft verbraucht. Nach Verwendung dieser Ressourcen entstehen Abfälle, Schadstoffe oder auch Abwässer, sofern sie nicht in Infrastrukturen gebunden werden. Je größer eine Stadt wird – egal ob mit der Erweiterung der Fläche oder der Zunahme von Bevölkerung – desto höher steigt der Bedarf an Ressourcen/Materialien. Durch unterschiedliche Faktoren muss jedoch jede Stadt als Individuum betrachtet werden. Um also den urbanen Metabolismus ermitteln zu können, werden die drei häufigsten Methoden verwendet: Stoffstromanalyse, Adaption des ökologischen Fußabdrucks und Ökobilanz (siehe Blogbeitrag zu HeimatERBE). Dabei geht es immer um die In- und Outputgrößen einer Stadt und das resultierende Ausmaß auf Menschheit und Umwelt.

Um die in Städten entstandenen Probleme zu bewältigen bedarf es Lösungen und realistischer Zielen: effizientere Nutzung lokaler Ressourcen, Verwendung von Recycling-Systemen inkl. Strategien für Abfallvermeidung und -management, Bereitstellung von sauberer Luft und erholungswirksamer Grünflächen, Verringerung der Treibhausgasemissionen und stadtplanerische (Klima-)Anpassungsstrategien. Ebenfalls sollen die riesigen Müllexporte ins Ausland beendet und lokale Recycling- und geschlossene Verbrennungsanlagen verwendet werden. Neue Produktdesigns helfen dabei,wiederverwendbare Materialien attraktiver zu machen.

Vielerorts werden bereits Projekte zum Thema “Müll” in Schulen angesetzt, um das Bewusstsein für “Müll” zu stärken. Egal ob das Aufsammeln von Müll oder die Erlernung von richtiger Mülltrennung, alles hat ein Wirken auf unsere Umwelt. Die dadurch aufgenommen Daten können der Wissenschaft zugutekommen. Durch eine flächendeckende Kartierung können Prozesse zur Müllvermeidung oder Recycling verbessert werden.

Für eine globale Übersicht der unterschiedlichen städtischen Stoffwechselprozesse bietet sich die Plattform “Metabolism of Cities” anSchaut rein, entdeckt und reichert euch Wissen an. Ein weiterer Literatur-Tipp: Die Seite des Formats “Quarks und Co” zum Thema Müll. 

Textautorin: Stephanie Stiehm

lala.ruhr übernimmt mit dem takeover im Januar 2022 drei Wochen lang den Instagram-Account von vier.ruhr, der Allianz der Mülheimer Theater. Unser Thema: der Müllkomplex. Wir nehmen euch mit mit auf eine digitale Reise durch die Region und darüber hinaus – an Orte, an denen etwas aus Müll entsteht oder an denen mit dem gearbeitet wird, was wir umgangssprachlich so bezeichnen. Wir laden dazu ein, auch die Stadtlandschaft der Metropole Ruhr zirkulär zu denken und alle Materialien als ein Teil von Kreisläufen zu entdecken. Das Unternehmen HeimatERBE stellen wir vor, da es  sich unter anderem um die Umwandlung von Flächen kümmert, die zuvor in der öffentlichen Wahrnehmung als “nutzlos” angesehen wurden und es Wirtschaftsunternehmen ermöglicht, umweltneutral zu agieren. 

vier.ruhr ist die Theaterallianz von Theater an der Ruhr, Mülheimer Theatertage „Stücke“ und Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat.

Quellen:

[1] Oke, T. R.; Mills, G.; Christen, A.; Voogt, J. A. (2017): Urban climates. Cambridge. https://doi.org/10.1017/9781139016476

[2] Bleher, D.; Öko-Institut e.V. (2017): Ressourcenwirkung des urbanen Metabolismus Ergebnisse von AP 1.1 im Rahmen des UFOPLAN Vorhabens FKZ: 3715 75 122 0. Darmstadt.

[3] Sanches, T. L.; Santos Bento, N. V. (2020): Urban Metabolism: A Tool to Accelerate the Transition to a Circular Economy. In: Filho, W. L.; Azul, A. M.; Brandli, L.; Özuyar, P. G.; Wall, T. (Hg.): Sustainable Cities and Communities. 860-867. https://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007%2F978-3-319-95717-3_117 

Jeder Mensch auf der Welt produziert Müll: die Bananenschale als Biomüll, der Handyakku als Elektroschrott, der Karton als Altpapier oder die Plastiktüte als Recyclingprodukt. Der Müll ist Teil des “städtischen Stoffwechsels”.

© Broy


Takeover*: HeimatERBE - Artenschutzschmiede für das Ruhrgebiet

Takeover*: HeimatERBE -
Eine Artenschutzschmiede
für das Ruhrgebiet

Urlaubsreisen, exotische Nahrungsmittel und der Kauf von Dingen, die kurz danach in der Zimmerecke verstauben, gehören zu unserem alltäglichen Konsumverhalten. Das wirkt sich negativ auf unsere Umwelt aus: wichtige Ressourcen werden verbraucht, Lebensräume degradiert oder zerstört und das Artensterben nimmt zu. Wie kann also der so verursachte Schaden vermieden und kompensiert werden, um langfristig eine ökologische, umweltgerechte Lebensweise zu erreichen?

lala.ruhr kooperiert mit der Impact Factory, einer Start-up-Plattform für soziales Unternehmertum, und hat sich hierzu mit dem Essener Unternehmen HeimatERBE GmbH ausgetauscht.

Die HeimatERBE GmbH wurde gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen greenzero.me 2020 von Dr. Dirk Gratzel gegründet, nachdem dieser es sich selbst zur Aufgabe gemacht hatte all die Umweltschäden, die er in seinem Leben verursacht hat, zu erfassen und auszugleichen. Dazu war er mit zahlreichen Wissenschaftler:innen im Austausch und hat schlussendlich als erster Mensch zusammen mit der TU Berlin und der TU Braunschweig seine vollständige Lebensökobilanz und die sich daraus ergebenden Schäden für die Umwelt ermittelt – das entspricht dem heutigen Tun der greenzero.me. Anschließend hat er mit weiteren Expert:innen u.a. aus den Themenfeldern Forstwissenschaften, Ökologie, Biologie und Naturschutz eine Strategie zur Kompensation der Umweltschäden entwickelt – damit beschäftigt sich nun die HeimatERBE GmbH. Mit Hilfe der beiden Schwesterunternehmen erhalten nun Wirtschaftsunternehmen im B2B-Modell die Möglichkeit, ihre Organisation, ihre Dienstleistung oder ihre Produkte umweltneutral zu stellen.

Mittlerweile umfasst HeimatERBE sieben Mitarbeiter:innen in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Technik. Die Stadt- und Landschaftsökologin Madlen Sprenger (M.Sc.) war bei lala.ruhr zu Gast und hat von der Idee des Unternehmensgrundsatzes von HeimatERBE berichtet. Im Interview mit unserer Praktikantin Stephanie Stiehm wurden die Kompensation von Umweltschäden und das HeimatERBE-Prinzip thematisiert:

Was macht ihr genau bei HeimatERBE? Was ist eure Mission?

Das Ziel von HeimatERBE ist es, negative Umweltauswirkungen zu kompensieren. Hierzu bringen wir aktuell alte Industrieflächen aus dem Ruhrgebiet wieder in einen möglichst guten, ökologischen Zustand, in dem sie dann (Sekundär-)Lebensraum für vielfältige Pflanzen- und Tierarten bieten. Natürliche wie kulturlandschaftliche Biotope sorgen so für den Aufbau neuer sowie die Erhaltung und Verbesserung vorhandener Ökosystemleistungen*. Die Schaffung von neuer Biodiversität sowie der Schutz von Klima und Mensch stehen dabei für HeimatERBE an erster Stelle. HeimatERBE schafft dadurch einen Mehrwert für die Natur und für die Gesellschaft. Diesen Mehrwert bieten sie Unternehmen zur Kompensation ihrer negativen Umweltauswirkungen aus beispielsweise Dienstleistungen oder Produkten an.

*„Als Ökosystemleistungen werden die Dienstleistungen der Natur für den Menschen bezeichnet, die er durch die Lebensräume und Lebewesen wie Tiere und Pflanzen bezieht. Die Ökosystemleistungen schaffen die Basis für grundlegende Bedürfnisse des Menschen, wie beispielsweise den Zugang zu Wasser und Nahrung. Funktionierende Ökosysteme hängen von einem Zusammenspiel von zahlreichen Organismen ab, wie Primärproduzenten (z. B. Pflanzen), Pflanzenfressern, Fleischfressern, Destruenten (Zersetzern), Bestäubern und Pathogenen. Als wesentlicher Grundstein der Ökosystemleistungen gilt daher die Biodiversität mit all ihren Ebenen“ [1].

Was ist das HeimatERBE-Prinzip? Aus welchen Komponenten besteht es?

Das HeimatERBE-Prinzip beschreibt den Prozess, der zur Erreichung einer Umweltneutralität führt. Zu Beginn jedes Projektes muss die Ökobilanz einer Person, einer Organisation, eines Produktes oder einer Dienstleistung berechnet werden. Diese Analyse ermittelt alle Umweltwirkungen von der Produktion bis zur Entsorgung inkl. der Herstellung von Gebrauchsmitteln. (Diese Bilanzierung ist in der DIN EN ISO 14040/44 standardisiert.) Danach werden die Ergebnisse monetarisiert – also in Umweltkosten nach dem Standard des Umweltbundesamtes umgerechnet. Die Umweltkosten sind ein reiner Geldbetrag, welchen wir von unserem Ökobilanzierer (z.B. greenzero.me) erhalten. Er beschreibt die tatsächlichen Umweltwirkungen. Daraus resultiert dann der Umweltwert, welcher einen Ausgleich zwischen den Umweltkosten schafft. Der Umweltwert repräsentiert den Geldbetrag, der für die Kompensation der schädlichen Umweltauswirkungen nötig ist. Was wir für die Herstellung von leistungs- und funktionsfähigen Ökosystemen finanziell aufwenden müssen – also die Herstellungskosten bis zur „Biotopreife“, entspricht dem Umweltwert.

Wie kann HeimatERBE dann damit arbeiten?

Die Ökobilanzierung und Monetarisierung zielen natürlich immer darauf ab, dass etwas zu Schaden kommt. Natürlich ist es wichtig, diesen Schaden zuerst im Prozess so weit es geht zu reduzieren. Nur für solche bereits optimierten Prozesse bietet HeimatERBE eine Kompensation an. Was wir dann tun, ist diese festgestellten Umweltkosten wieder zu investieren. Der Umweltwert, den wir schaffen, ist die Spiegelung der Umweltkosten. Das ist das Momentum, in dem die Umweltneutralität erreicht wird, weil die Kosten an dieser Stelle im Prozess reinvestiert und die externen Effekte internalisiert werden. Der Kunde muss eins zu eins das an Kompensation auch bezahlen, was er auch an Kosten für die Umwelt auslöst. Durch ein Monitoring, eine Überwachung des Entwicklungsstandes, kann HeimatERBE überprüfen, ob die Ziele ihrer Kompensationsmaßnahmen, die wir zuvor in einem Entwicklungsplan beschreiben, erreicht werden. Für HeimatERBE steht die Umweltneutralität im Fokus. Neben dem Treibhauseffekt, verursacht durch den Ausstoß klimawirksamer Gase, werden auch Komponenten wie Versauerung, Überdüngung (Eutrophierung), Ozonbelastung am Boden (Sommersmog) und Zerstörung der (schützenden) Ozonschicht in der Stratosphäre miteinbezogen. Durch die Kompensationsleistung werden die Schutzgüter biologische Vielfalt, Klima und menschliche Gesundheit gestärkt. Die oben erläuterten Begriffe wie Ökobilanzierung, Monetarisierung, Umweltwert und ökologische Aufwertungsleistung sind elementare Bestandteile zur Erreichung der Umweltneutralität.

Welche aktuellen Projekte führt ihr durch und was plant ihr als nächstes?

Ein aktuelles Beispiel ist der ehemalige Schachtstandort Ewald 5 in Herten. Dort steht als ganz besonderes Merkmal eine alte Schmiede auf der Fläche. Die Fläche war bis August 2021 noch relativ stark als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt. Heute ist wieder Ruhe eingekehrt und wir haben uns dazu entschlossen das Gebäude zu einer “Artenschutzschmiede” umzubauen – wir hatten bereits Spuren der (vorherigen) Besiedlung durch eine Schleiereule und Fledermäuse vorgefunden, sodass sich die Umwidmung perfekt anbot. Das heißt, das ganze Gebäude ist nur für den Artenschutz vorgesehen. Wir haben das Gebäude komplett für den Menschen verschlossen und nur noch Einflugmöglichkeiten für Tiere hergerichtet, vor allem für Fledermäuse und für gebäudebewohnende Vögel. Außerdem haben wir Nisthilfen und Quartiersstrukturen an der Fassade und im Gebäudeinneren angelegt, welche als Habitate für die Tiere in Frage kommen. Aber es gibt auch kleine Eingänge für bodengebundene Kleinsäuger und Co, die dort auch Schutz finden können. Dieses Gebäude macht allerdings nur einen kleinen Teil der 8 ha großen Fläche aus. In weiteren Teilbereichen des Areals wird HeimatERBE außerdem Entsiegelungs- und Rückbaumaßnahmen vornehmen, Unrat beseitigen, vorhandene Biotope erhalten und optimieren (z.B. aufgeforstete Bestände in bodenständige Waldgesellschaften umwandeln oder staufeuchte Offenlandfläche in extensive, kulturlandschaftliche Nutzung überführen) sowie neue Lebensraumtypen anlegen bzw. deren Entwicklung begünstigen/zulassen (z.B. Fluren mit Pionier- und Spontanvegetation, blütenreiche Säume aus Stauden, Wildobstbestände).

Ein weiterer ganz interessanter Standort ist die Fläche Kurl 3 in Lünen. Dort ist es zum Beispiel so, dass relativ flächendeckend die Goldrute vorkommt und eigentlich den ganzen Charakter des Gebietes bestimmt. Da haben wir zuerst gedacht, es wäre wahrscheinlich am sinnvollsten den Boden abzuschieben. Aber im Kontakt mit dem NABU aus Unna hat sich ergeben, dass dort schon diverse Orchideen vorhanden waren. Jetzt sind wir dabei diese Fläche schonend umzuwandeln, so dass wir die Orchideen-Bestände erhalten können.

Ein ganz besonderes Projekt, das unser bisheriges Tun an Komplexität und Umfang bei weitem übertrifft, läuft gerade in Duisburg-Ruhrort an. Gemeinsam mit dem Unternehmen Haniel haben wir von HeimatERBE und greenzero.me es uns zur Aufgabe gemacht, den Stadtteil bis 2029 zu dem ersten umweltneutralen Quartier der Welt zu transformieren. Da wird eine Menge Arbeit mit der Stadt, lokalen Unternehmen, Interessengruppen und natürlich auch den Ruhrorter Bürger:innen auf uns zukommen. Das wird ein herausforderndes Projekt, das ein großes Potenzial für den Stadtteil, die ganze Stadt Duisburg sowie das Ruhrgebiet mit sich bringt.

Weitere Ankäufe von degradierten und devastierten Flächen, die nicht unbedingt nur ehem. Industriestandorte und im Ruhrgebiet sein müssen, sind geplant, um nach unserer bisherigen Arbeitsweise auch die wachsende Nachfrage nach ganzheitlicher, mehrdimensionaler und lokaler Kompensation decken zu können. 

Alle weiteren Informationen rund um die aktuellen Projekte und vieles mehr können der HeimatERBE-Webseite entnommen werden. Außerdem gibt es einen Film, in dem weitere Details erläutert werden. 

Autorin: Stephanie Stiehm

* lala.ruhr übernimmt mit dem takeover im Januar 2022 drei Wochen lang den Instagram-Account von vier.ruhr, der Allianz der Mülheimer Theater. Unser Thema: der Müllkomplex. Wir nehmen euch mit mit auf eine digitale Reise durch die Region und darüber hinaus – an Orte, an denen etwas aus Müll entsteht oder an denen mit dem gearbeitet wird, was wir umgangssprachlich so bezeichnen. Wir laden dazu ein, auch die Stadtlandschaft der Metropole Ruhr zirkulär zu denken und alle Materialien als ein Teil von Kreisläufen zu entdecken. Das Unternehmen HeimatERBE stellen wir vor, da es  sich unter anderem um die Umwandlung von Flächen kümmert, die zuvor in der öffentlichen Wahrnehmung als “nutzlos” angesehen wurden und es Wirtschaftsunternehmen ermöglicht, umweltneutral zu agieren. 

vier.ruhr ist die Theaterallianz von Theater an der Ruhr, Mülheimer Theatertage „Stücke“ und Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat.

Quelle:

[1] Umweltdachverband (o.J.): Ökosystemleistungen – von der Natur kostenlos erbracht https://www.umweltdachverband.at/themen/naturschutz/biodiversitaet/oekosystemleistungen/

Die “Artenschutzsschmiede” am Schachtstandort Ewald 5 in Herten – eines der Projekte von HeimatERBE. © HeimatERBE


Takeover*: Das Ruhrgebiet als Urban Mining Valley!

Takeover*: Das Urban Mining Valley!

Das Ruhrgebiet hat bekanntlich eine jahrzehntelange Geschichte im Abbau von Braun- und Steinkohle vorzuweisen. Schon im 19. Jahrhundert lag der wirtschaftliche Fokus auf die Eisen- und Stahlindustrie. Die Montanindustrie inklusive vieler Arbeitskräfte aus dem Ausland sorgte damals für das erhebliche Städtewachstum. Durch die Kohlekrise im 20. Jahrhundert wurde letztendlich im Jahr 2018,  nach ganzen 150 Jahren Bergbau, die Förderung eingestellt. 

Und nun? Wo kommen unsere heutigen und künftigen Materialien heute her? Und wie sieht die Sekundärrohstoffnutzung aus?  7500 kg Metalle sind allein in einer 100 m2 großen Wohnung verbaut und rund 38 Tonnen Gold in 1,6 Milliarden Mobiltelefonen enthalten. Ein Lösungsansatz: die Kreislaufwirtschaft als Rohstofflieferant.  “Urban Mining” lässt sich mit “Städtischer Bergbau” übersetzen. Noch bis vor kurzem wurde mit dem Begriff überwiegend die Öffnung von alten Deponien assoziiert. Zentraler Aspekt des Urban Mining Ansatzes ist aber vielmehr das Recycling als Wiederverwertung von Materialien. Rohstoffknappheit, aber auch der gewaltige Import von Rohstoffen sowie der Ausstoß von schädlichen Kohlenstoffdioxid (CO2) werden durch Urban Mining reduziert.

Als einer der Wegbereiter des Begriffs des Urban Minings in unserer Region gilt Rainer Weichbrodt, der sich bereits seit dem Jahr 2008 intensiv für das Thema einsetzt und 2010 das Format des “Urban Minings Kongresses” mit einigen Partnern gemeinsam ins Leben rief, der zuletzt 2018 in Dortmund stattgefunden hat. Zudem hat er den Urban Mining e.V. mit Sitz in Essen gegründet. Weichbrodt ist geschäftsführender Gesellschafter der Management Institut Dortmund GmbH (MID) und bezeichnet Urban Mining gerne als “neuen Bergbau des Ruhrgebiet”. Gründe hierfür: Erstens die hohe Verstädterungsrate inklusive der hohen Dichte in der Region. Das Ruhrgebiet mit seinen über 5 Millionen Menschen könne als eine große Stadt bezeichnet werden. Zweitens könnte nach Ansicht von Weichbrodt hier im Ruhrgebiet ein Strukturwandel mit Umwelttechnologien etabliert werden, weil gerade hier die Hochschulkompetenz am höchsten ist. In diesem Kontext verweist er gerne auf den Begriff “Urban Mining Valley”. Weichbrodt: “Meine Vision ist es, dies voranzutreiben, also Technologien zu fördern, mit denen wir uns auch als Wirtschaftsstandort positionieren können und weltweite Impulse setzen. So stärken und verbessern wir natürlich auch den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet.” 

“Für mich ist Urban Mining das Nutzen und die Erkenntnis, dass Rohstoffe immer mehr sich aus dem Vorkommen der Erde in ein Vorkommen in Städten verlagert. Immer mehr werden Stoffe aus der Erde verwendet. Kupfer ist ein Material beispielsweise, was es heute schon in der Infrastruktur im größeren Maße gibt als Ressource in der Erde und vielen anderen Materialien wird es in der Zukunft ähnlich gehen, gerade bei den seltenen Metallen. Also ich habe die Rohstoffe nicht mehr in der Erde, sondern im Gebrauch und dort vielfältig durch die Verstädterung in der Stadt – und da gilt es eben in der Zukunft diese Ressource zu nutzen. Dabei wird der Mensch nicht nur als Verbraucher, sondern auch als Produzent wertvoller Ressourcen betrachtet”. Sein Appell: “Es liegt es an Allen, die wertvollen Metalle und Rohstoffe richtig zu entsorgen, um wiederum der Umwelt, der Gesellschaft, aber auch der eigenen Wirtschaft unter die Arme zu greifen”,   fasst Weichbrodt seine Definition zusammen.

Schon Anfang der 1960er-Jahre hat die amerikanisch-kanadische Stadt- und Architekturkritikerin Jane Jacobs die Städte als Minen bezeichnet. Minen in dem Sinne, dass in der Infrastruktur der Städte viele Rohstoffe verbaut sind, die später wiederverwendet werden können. Aber auch Konsumgüter wie Elektrogeräte, Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen, Autos sowie Gebäude und Ablagerungen auf Deponien sind unsere heutigen Sekundärrohstoffe. Beim Urban Mining werden folgende Prozesse werden beim Urban Mining durchlaufen: “Aufsuchen (Prospektion), Erkundung (Exploration), Erschließung und Ausbeutung anthropogener Lagerstätten bis zur Aufbereitung der gewonnenen Sekundärrohstoffe”. Die vier Säulen der Urban Mining Strategie: Design for Urban Mining, Ressourcen­kataster, Urbane Prospektion und Ressourcen­rück­ge­winnung.

Zum Abschluss des Urban-Mining-Diskurses hier noch die formale Definition des Umweltbundesamtes: “Urban Mining ist die integrale Bewirtschaftung des anthropogenen Lagers mit dem Ziel, aus langlebigen Gütern sowie Ablagerungen Sekundärrohstoffe zu gewinnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Güter noch aktiv genutzt und erst in absehbarer Zukunft freigesetzt werden oder ob sie bereits das Ende ihres Nutzungshorizonts erreicht haben.” 

Wer eine einfache und kompakte Erklärung des Begriffs “Urban Mining” sucht, findet sie in diesem Video.

Textautorin: Stephanie Stiehm

* lala.ruhr übernimmt mit dem takeeover im Januar 2022 drei Wochen lang den Instagram-Account von vier.ruhr, der Allianz der Mülheimer Theater. Unser Thema: der Müllkomplex. Wir nehmen euch mit mit auf eine digitale Reise durch die Region und darüber hinaus – an Orte, an denen etwas aus Müll entsteht oder an denen mit dem gearbeitet wird, was wir umgangssprachlich so bezeichnen. Wir laden dazu ein, auch die Stadtlandschaft der Metropole Ruhr zirkulär zu denken und alle Materialien als ein Teil von Kreisläufen zu entdecken. Denn Müll ist für uns grundsätzlich eine Ressource und ein Fundus für Neues und eben nicht Abfall. lala.ruhr definiert Abfall als Wertstoff der Zukunft! Aus diesem Grund findet ihr auch in diesem Monat einige Blogbeiträge zum Thema “Müllkomplex”. Mit diesem ersten Blogbeitrag zu “Urban Mining” wird die Idee erläutert, das das Ruhrgebiet nicht nur Konsument sondern auch eine nachhaltige Ressource sein kann. 

vier.ruhr ist die Theaterallianz von Theater an der Ruhr, Mülheimer Theatertage „Stücke“ und Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat.

Quellen:

Im Januar 2022 übernimmt lala.ruhr den Instagram-Account von vier.ruhr, der Theaterallianz der der Mülheimer Häuser. Unser Thema: der Müllkomplex!


Imagine Green Urban Futures auf dem Places VR-Festival 2021

Rückblick:
Imagine Green
Urban Futures

Imagine Green Urban Futures: Unter dieses Motto hat lala.ruhr sein Programm beim Places VR-Festival gestellt. Denn: Wir brauchen Bilder für die Zukunft unser Stadtlandschaften. Herkömmliche Pläne und Illustrationen sind für viele Menschen schwer zu erfassen. Extended Reality hingegen lässt Visionen lebendig und anschaulich werden, wie im Programm rund um die Bochumer Straße in Gelsenkirchen deutlich wurde. 

Drei Teams haben eigens für das Festival ihre Augmented Reality-Anwendungen entworfen, in denen Sie jeweils einen Abschnitt der Bochumer Straße – einem 120 Jahre alten Straßenzug in Ückendorf – grün und visionär gestalteten: Per Smartphone und Tablet konnten sich die Festivalbesucher*innen davon überzeugen, wie stark diese Impulse wirken, wenn sie nicht nur über das Papier transportiert, sondern vierdimensional und damit lebendig werden. 

Die jeweiligen Büros, bzw. Protagonist:innen, hatten sich zuvor über einen Wettbewerb qualifiziert verfolgten verschiedene Ansätze: 

Anja Cambria Oellermann, Szenografin aus Hamburg, stellte das Entdecken der Stadtnatur und die Neugier der Besucher in den Mittelpunkt ihrer Vision für den Bergmannplatz, unter anderem durch Naturinseln, einem Wildblumenfeld und einem kleinen Teich. 

Das Kölner des Kölner Büro Greenbox Landschaftsarchitekten lud ein, den „Green Canyon“ zu entdecken und verwandelte die vom Autoverkehr dominierte Straße in eine lebendige und auf mehreren Ebenen nutzbare Rauminstallation, die unter anderem mit Details wie integrierten Photovoltaik-Elementen und einer Ladeinfrastruktur für E-Autos aufwartete. 

Die Berliner Agentur pimento formate legte dagegen den Fokus auf Edutainment für Nachhaltigkeit und verband Elemente wie virtuelle Palmen, Blumen und sprudelnde Brunnen mit Infos zur Eignung unter Aspekten der Klimaneutralität. 

In einem vierten Abschnitt entlang der Bochumer Straße konnten die Besucher:innen dann selbst aktiv werden und nicht nur für Begrünung sorgen, sondern auch Elefanten, Zebras und Sofas herbeiwünschen. 

Im Hof der Quartieroase haben die Besucher:innen an beiden Tagen Impulse und Panels rund um Digitalität in der Planung verfolgt. In den anliegenden Garagen, die mithilfe von Sofas, Teppichen und Co. in Lounges verwandelt wurden, stellten sich unser Technikpartner für die Umsetzung der AR-Anwendungen, das Aachener Start-Up Cityscaper, sowie pimento formate mit dem Projekt „futureleafmission“ und das Team von Greenymizer mit seiner Vision einer App für mehr digitale Beteiligung an der Grünen Stadt der Zukunft vor – ein ganz besonderes Wiedersehen, denn das Team hatte sich bei dem Hackathon auf dem Places-Festival 2020 geformt und mit einen Prototypen zwei Auszeichnungen gewinnen. Dazu bot in der  Garagen-Lounge ein Video-Loop die Möglichkeit, weitere innovative XR-Projekte kennenzulernen. 

Ergänzt wurde das Programm durch eine Plakatausstellung, über die folgende internationale Projekte und Büros mit Verweisen auf die jeweiligen Projektseiten vorgestellt wurden: 

  • AVP (Düsseldorf): Präsentation von komplexen Immobilienprojekten in virtueller Animation.
  • Anja Cambria Oellermann & Shaouhan Hu: Ensō – Analyse der Grenze zwischen Wasser und Land in japanischen Tempeln und im Kieler Stadtraum
  • Form Follows You GmbH (Berlin): Digitale Partizipation Bahnhofstraße Lichtenrade
  • Green4Cities (Wien): Developing Urban Green Visions
  • Greenymizer: Vision der App “City Greenymizer” für Bürger:innenbeteiligung
  • Dr. Nadina Galle (Amsterdam): “Internet of Nature” für den Aufbau intelligenter grüner Städte
  • Jan Kamensky (Hamburg): Utopia for Bicyclists – Utopische Animationen
  • LAND (Mailand/Lugana/Düsseldorf: CariGO GREEN3 – Digital Landscape. Programm zur territorialen Entwicklung der Landschaft Gorizia an der Grenze zwischen Italien und Slowenien
  • pimento formate (Berlin): Futureleaf – AR-Mission zu Mikroplastik in der Stadt
  • Katie Patrick (San Francisco): Kann Gamification den Planeten retten?

Die Ausstellungsplakate findet ihr hier zum Nachlesen: Plakatausstellung_Places VR Festival

„Imagine Green Urban Futures“ wurde ermöglicht durch eine Förderung der E.ON Stiftung und cityscaper, unseren Technikpartner zur Entwicklung der AR-Anwendungen. 

Herzlicher Dank gilt auch unseren Speaker:innen: 
Stephan Muschick (E.ON Stiftung), Stefanie Hugot (Leiterin des Referats Stadtplanung bei der Stadt Gelsenkirchen), Dr. Volker Settgast (Fraunhofer Austria), Hilke Berger und Immanuel Schipper (HafenCity University Hamburg), Matthias Funk (scape Landschaftsarchitekten GmbH), Burkhard Drescher (Innovation City Management GmbH), Prof. Dr. Ismeni Walter (Hochschule Ansbach) & Michelle Adolfs (Team Greenymizer VR), Elle Langer und Markus Mende (pimento formate), BIMa.solutions – Virtual Reality für Architektur, Sebastian Witt, Juliane Ebeling und Robin Römer (Cityscaper Aachen).

Imagine Green Urban Futures – eine Besucherin nutzt die AR-Anwendungen. Foto: Places _ VR Festival/Ole-Kristian Heyer


Unser Beitrag zum Places VR-Festival - XR in der Stadtplanung!

Unser Beitrag zum Places VR-Festival - XR in der Stadtplanung!

lala.ruhr lädt unter dem Motto “Imagine Urban Green Futures” ein, den Innenhof und die visionären Garagen-Werkstätten zu entdecken: Wir werden mit Bildern, Videos und Animationen digitale Innovationen in der räumlichen Planung präsentieren, in den Garagen könnt Ihr die Technik-Partner:innen, Programmierer:innen und Künstler:innen bei ihrer Arbeit treffen. Der grüne Hof und seine Garagen verwandeln sich für zwei Tage in eine inspirierende grüne Lounge.

Eröffnung am 17. September um 14.00 Uhr im Hof der Bochumer Straße 110 in 45886 Gelsenkirchen!

Das Projekt „Imagine green urban futures“ wird von der E.ON Stiftung gefördert. Gemeinsam wollen wir den konkreten Einsatz von Augmented Reality in der Stadtplanung erproben, um neue Impulse für Partizipation und Bürger:innenbeteiligung zu geben – damit die Stadt der Zukunft erlebbar und die Debatte darüber lebendig wird.

Wie wollen wir unsere Städte für die Zukunft entwickeln? lala.ruhr lädt ein in die Quartiersoase und präsentiert jede Menge Inspirationen rund um digitale Tools und Interventionen für Planung und Beteiligung.

  • Talk und Ausstellung zu ​​VR und AR in der Stadt- und Landschaftsplanung und für Beteiligungsformate der Stadtentwicklung
  • Einführung in das AR-Projekt “Imagine Green Urban Futures” entlang der Bochumer Straße
  • Meet the artists
  • Showrooms und Werkstätten für digitale Planungs-Tools

Vor Ort dabei sind unter anderem: Stephan Muschick (E.ON Stiftung), Stefanie Hugot (Leiterin des Referats Stadtplanung bei der Stadt Gelsenkirchen), Dr. Volker Settgast (Fraunhofer Austria), Hilke Berger und Immanuel Schipper (HafenCity University Hamburg), Matthias Funk (scape Landschaftsarchitekten GmbH), Burkhard Drescher (Innovation City Management), Prof. Dr. Ismeni Walter (Hochschule Ansbach) & Michelle Adolfs (Team Greenymizer VR), Jan Kamensky (Hamburg), Elle Langer und Markus Mende (pimento formate), BIMa.solutions – Virtual Reality für Architektur, Sebastian Witt & Robin Römer (Cityscaper Aachen)…

Freitag, 17. September 2021
Öffnungszeiten 14 – 20 Uhr

Samstag, 18. September 2021,
Öffnungszeiten 10 – 18 Uhr

Gesamtes Programm

Die Quartiersoase, im Hinterhof der Bochumer Straße 110 ist einer der vielen außergewöhnlichen Orte des Places _ VR Festivals.


Imagine green urban futures: die Teams stehen fest!

imagine green
urban futures:
die Teams stehen fest!

Im Wettbewerb „Imagine green urban futures“, bei dem technikaffine Planerin:innen und Gestalter:innen gesucht wurden, stehen nun die Teilnehmer:innen fest: die Köpfe von lala.ruhr und dem Places _ VR Festival freuen sich, die Agentur pimento formate, das Landschaftsarchitekturbüro GREENBOX  und die Szenografin Anja Cambria Oellermann in Gelsenkirchen-Ückendorf zu begrüßen.

Die Jury, bestehend aus Sebastian Schlecht (lala.ruhr), Daniela Berglehn (EON.Stiftung) und Thomas Dietrich (Vorsitzender des bdla NRW) hat sich in ihrer digitalen Sitzung aus einer Vielzahl von Einsendungen für die drei Bewerber:innen entschieden. Sie bringen jeweils spannende und ganz unterschiedliche Ansätze zur Lösung der Aufgabe mit, die darin besteht, auf Basis von 3D-Daten eine grüne und nachhaltige Vision für die Bochumer Straße zu entwickeln.

Die Berliner Agentur pimento formate, möchte mit ihrem Team um Geschäftsführerin Elle Langer den Fokus auf Edutainment für Nachhaltigkeit legen und Menschen spielerisch dazu inspirieren, ihre Vorstellungen von begrünten Hausfassaden, Standorten für Urban Gardening und Co. zu artikulieren und mithilfe selbst gedrehter Augmented Reality – Stories festzuhalten (AR).

Das Team vom Kölner Büro Greenbox Landschaftsarchitekten, das von Felix Brennecke angeführt wird, hat sich mit der Idee beworben, Städteplanung mithilfe einer AR-Anwendung in die Vertikale zu denken und die Straße, bzw. den Stadtraum so auf mehreren Ebenen zu nutzen.

Anja Cambria Oellermann, Szenografin aus Hamburg, möchte über AR das Entdecken der Umgebung fördern, beispielsweise über die Darstellung von Veränderungen der Stadtnatur bei Regen.

Die ausgewählten Teams und Personen haben jetzt einen Monat Zeit, ihre jeweilige Vision in 3D umzusetzen, bevor cityscaper als Technnikpartner des Projekts die Daten in AR-Anwendungen umwandelt. Die Besucher:innen des Places Places _ VR Festivals (17. & 18.09.2021 in Gelsenkirchen-Ückendorf) können Ergebnisse dann per Smartphone oder Tablet erkunden.

Das Projekt „Imagine green urban futures“ wird von der E.ON Stiftung gefördert. Gemeinsam wollen wir den konkreten Einsatz von Augmented Reality in der Stadtplanung erproben, um neue Impulse für Partizipation und Bürger:innenbeteiligung zu geben – damit die Stadt der Zukunft erlebbar und die Debatte darüber lebendig wird.

places projektseite

Aufteilung der Bochumer Straße


Bewerbt euch: Imagine green urban futures - lala.ruhr goes places!

Bewerbt euch:
Imagine green urban futures -
lala.ruhr goes
places!

Ihr seid technikaffine (Landschafts-)Architekt:in, Stadtplaner:in, Gestalter:in und Innovator:in?  Dann hat lala.ruhr in Zusammenarbeit mit dem  Places_Virtual Reality Festival in Gelsenkirchen-Ückendorf eine ganz besondere Herausforderung für euch, nämlich den Wettbewerb „Imagine Green Urban Futures“!

Worum geht’s? Ihr entwickelt eine grüne und nachhaltige Vision für die Bochumer Straße – einen 120 Jahre alten Straßenzug in Ückendorf –  auf Basis bestehender 3D-Daten. Die 3D-Modelle werden anschließend von unserem Technikpartner cityscaper in echte AR-Anwendungen umgewandelt und können von den Besucher:innen des Places _ VR Festivals (17. & 18.09.2021) per Smartphone oder Tablet erkundet werden.

Foto: Ravi Sejk

Der Ablauf:

  • Ihr reicht bis zum 11. Juli eure Bewerbung mit dem ausgewählten Straßenabschnitt der Bochumer Straße ein.
  • Eine Fachjury wählt drei Teilnehmer:innen/Teams aus
  • Ihr bekommt Aufwandsentschädigung von 1.000€ und arbeitet einen Monat an eurer Vision
  • Besucher:innen des Places _ VR Festivals können am 17. & 18.09.2021 eure Vision in Augmented Reality live erleben

Das Places _ Virtual Reality Festival ist Deutschlands erstes, größtes, frei zugängliches und kostenfreies Festival für Virtual Reality. 2021 geht das Festival bereits in die dritte Runde. Das Places _ VR Festival richtet sich gleichermaßen an ein Fach-, aber insbesondere auch an ein breites öffentliches Publikum und findet seit 2018 in Gelsenkirchen-Ückendorf statt. Places ist ein Treffpunkt für die deutsche und europäische XR-Branche sowie Anlaufpunkt für viele VR-Interessierte.

Realisiert wird das Projekt zusammen mit cityscaper als Technikpartner und der E.ON Stiftung als Förderer. Gemeinsam wollen wir den konkreten Einsatz von Augmented Reality in der Stadtplanung erproben, um neue Impulse für Partizipation und Bürger:innenbeteiligung zu geben – damit die Stadt der Zukunft erlebbar und die Debatte darüber lebendig wird.

Bewirb dich jetzt mit deiner Idee, werde Teil unseres “Imagine Green Urban Futures”-Projekts, arbeite von Mitte Juli – August an deiner Vision und erhalte 1.000€ Aufwandsentschädigung und setze dein 3D-Modell um, das die Besucher*innen des Places _ VR Festivals dann in AR testen und erleben können!

Alle Informationen und den Link zum Bewerbungsformular findet ihr hier.

Imagine Green Urban Futures – werde mit deiner Vision Teil des Places_Virtual Reality Festival! Foto: Cityscaper


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