New European Bauhaus Mentoring “Co-Creation of Public Spaces”

New European Bauhaus Mentoring

lala.ruhr begleitete im Jahr 2023 als Design- und Business-Mentor im Programm des New European Bauhaus unter anderem das ‚Cabra Figra‘ in Cascais, Portugal des Büros R/C Rés do Chão.

Rés do Chão ist spezialisiert auf Architektur, Urbanismus und Partizipation. Das Team entwickelt Stadterneuerungsprojekte und verbessert öffentliche und gemeinschaftliche Räume durch integrative Beteiligungsprozesse, die den sozialen Zusammenhalt fördern und das Vertrauen in Institutionen stärken.

In unserem gemeinsamen Projekt wurde zusammen mit den heutigen und auch künftigen Nachbarn in einem Community Design Prozess eine Gestaltung eines öffentlichen Platzes für die neue Nachbarschaft ‚Cabra Figra‘ in Cascais, Portugal entwickelt. Als Garten und Spielplatz entsteht zusammen mit den Menschen ein Ort, die ihn später auch Nutzen werden.

In mehreren Workshops und Befragungen wurden Design Ideen entwickelt, ausgearbeitet und mit den Bürgern wieder diskutiert. Da diese Nachbarschaft am Rand der Stadt erst entsteht, ergibt sich im Prozess eine besondere Dynamik, die sich mit dem Übergang der landwirtschaftlichen Umgebung in ein zukünftig städtisches Gebiet auseinandersetzt.

Das Mentoring wurde dafür angelegt, die Projekte mit fachlicher Expertise zu unterstützen und dabei die Prinzipien des New European Bauhaus Kompass in den Projekten sicherzustellen und wurde vom EIT gesteuert. Das Programm des New European Bauhaus förderte den Beteiligungsprozess, der entstandene Entwurf wird in naher Zukunft von der Stadt Cascais realisiert.

In einem Community Design Prozess wurde eine Gestaltung eines öffentlichen Platzes für die neue Nachbarschaft ‚Cabra Figra‘ in Cascais, Portugal entwickelt. (c) Rés do Chão R/C


UNTER EINEM DACH - Thementag 'Wir ist Zukunft' am Museum Folkwang

UNTER EINEM DACH - Ein Thementag zur Ausstellung 'Wir ist Zukunft' am Museum Folkwang

SAMSTAG, 24. FEBRUAR 2024, 11 – 16 UHR

Die Ausstellung ‘Wir ist Zukunft. Visionen neuer Gemeinschaften’ zeigt im Museum Folkwang in Essen künstlerische Utopien des Zusammenlebens von der Lebensreform um 1900 bis zur Gegenwart. Anlässlich der Ausstellung möchten wir darüber nachdenken, wie wir zukünftig zusammenleben wollen und was Gemeinschaft stiftet. Welche Voraussetzungen braucht es dafür, architektonisch, städtebaulich, ökologisch und politisch? Welche historischen und gegenwärtigen Vorbilder können uns eine Richtschnur geben?

Nach einer Führung durch die Ausstellung fand ein Workshop inklusive Stadtspaziergang statt, an den nach einer gemeinsamen
Mittagspause ein architekturhistorischer Vortrag und ein moderiertes Expert:innengespräch anschloss. Bei Fragen nach dem künftigen Zusammenleben von Mensch, Tier- und Pflanzenwelt in der gebauten Umwelt, legten wir einen besonderen Fokus auf das Ruhrgebiet. Neben Expert:innen aus den Bereichen Städtebau, Neue Wohnformen und Stadtökologie kamen auch Bewohner:innen von beispielhaften Projekten zu Wort. Der Tag war offen für alle und lebte von den Ideen und Beiträgen der Teilnehmenden.

PROGRAMM

TEIL 1
11 Uhr | Kuratorinnenführung durch die Ausstellung Wir ist Zukunft. Visionen neuer Gemeinschaften mit Antonina Krezdorn
Treffpunkt: Foyer Museum Folkwang

12 Uhr | Workshop für Familien Die Stadt ist eine gute Wohnung – Wie können wir gut zusammen leben?
Mit Annette Bathen (die Urbanisten e. V.) und Sebastian Schlecht (lala.ruhr)
Angelehnt an die These von Bruno Taut Die Erde – eine gute Wohnung erkunden wir mit offenen Augen die Stadt um das Museum und entdecken dabei verschiedene Formen des (bio-)diversen Zusammenlebens. Aus Fundstücken, Skizzen, Fotos und Wegnotizen entsteht danach im Museum ein Abbild der Ideen der Teilnehmer:innen über die vernetzten Gemeinschaften der Gegenwart. Abschließend können wir uns in der Mittagspause über neue Formen des Zusammenlebens austauschen.
Ort: Salon Folkwang

14 Uhr | Gemeinsames Mittagessen im Salon Folkwang

TEIL 2
14:30 Uhr | Gemeinschaftliche Wohnformen der europäischen Architekturgeschichte
Vortrag von Anna Kloke (TU Dortmund)

15 Uhr | Gespräch: Unter einem Dach
Moderation: Sebastian Schlecht (lala.ruhr)
Mit Anna Kloke, Manuel Färber, Politik und Wirtschaftswissenschaftler,  WohnBund-beratung NRW und Peter Keil (Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e. V.)
Ort: Salon Folkwang

Teilnahme: kostenfrei (inkl. Essen und Getränke)
Anmeldung für Teil 1 unter: info@museum-folkwang.essen.de

Konzeption: Anna Kloke, TU Dortmund Sebastian Schlecht, lala.ruhr in Zusammenarbeit mit Peter Daners, Museum Folkwang

Programm und Anmeldung

Superstudio 
Gli Atti Fondamentali, Vita (Supersuperficie). Frutta e vino, 1971
Collage und Druck auf Papier
Centre Pompidou, Paris, Musée national d’art moderne/Centre de création industrielle
Achat, 2000
© Superstudio
Foto: bpk/CNAC-MNAM/Georges Meguerditchian


Eine Agora für das Future City Festival 2023!

Eine Agora für die Future City!

Unter dem Motto #ZUKUNFTZUSAMMENBAUEN fanden im Rahmen des dritten Future City Festivals viele verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche rund um das Maschinenhaus Essen statt. 14 Tage lang wurde gebaut, gemalt, genäht, getanzt, diskutiert, gedichtet, und vieles mehr. Und es gab viel Raum, die eigenen Ideen umzusetzen und Neues auszuprobieren.

Das Festival ist ein Projekt des Theater der kommenden Generationen. Mit der Unterstützung der Junior Uni Essen haben Sebastian Schlecht und Susanne Priebs für lala.ruhr einen Workshop auf dem Future-City-Festival konzipiert und durchgeführt, indem eine Agora als zentraler Ort der Future City gebaut wurde.

Wichtig für eine Stadt ist ein Ort des Zusammenkommens, der Debatte, des Austausches, der Präsentation von Ideen, Musik, Tanz, Poetry, und ganz konkret für das Parlament der Future City. 10 Kinder und Jugendliche haben diesen Ort in 4 Tagen selber gebaut. Aus alten Palletten und Restholz ist eine Agora für die Stadt der Zukunft entstanden. Eine Agora? Ein Parlament? Eine Bühne? Ein Theater? Eine Arena? Dieser Ort ist all das zusammen!

Unsere Agora hat auch eine Bühne, bildet aber im Wesentlichen einen Kreis aus dreistufigen Sitz-Tribünen, der etwa 60 Personen Platz bietet. Es gibt mehrere Eingänge und der Kreis öffnet sich in alle Richtungen. Das ermöglicht jederzeit eine Teilnahme oder auch einen Ausweg. Die Bühne kann sowohl als Szenenfläche oder als Sitzgelegenheit genutzt werden, um den Kreis zu schließen – eine Arena entsteht. Die Teilnehmer:innen sitzen sich gegenüber, wodurch eine Kommunikation untereinander entsteht. Ganz bewusst sind auf der Tribüne auch Pflanzen, um zu der Diversität der menschlichen Teilnehmer:innen auf die Rolle der Natur in einer Stadt aufmerksam zu machen. So sollen, vertreten durch 5 pflanzliche Parlamentarier:innen, auch andere Lebewesen ihren Platz in der Future City bekommen.

Die Teilnehmer:innen haben Ihren eigenen Ort geschaffen, an dem auch schon während des Festivals über Fragen der temporären Future City entschieden wurde. Zudem wurden in dem viertägigen Workshop auch ganz konkrete Fertigkeiten erlernt und angewendet: es wurde gesägt, geschraubt, genagelt und gestaltet – und eben gemeinsam diskutiert und entschieden. 10 junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren haben so mit Ihren eigenen Fertigkeiten und alten Holzpalletten ein Parlament für die 60 Bürger:innen der Stadt errichtet, Pflanzen ausgesucht, ihnen ein Platz und den Tribünen einen Namen und eine Identität gegeben. Selbstgestaltetet Masten und Fahnen verbinden die Tribünen untereinander und bilden ein weiteres Symbol für Vielfalt und Gemeinschaft.

Wir freuen uns darauf, dass die Junior-Uni Essen und das Maschinenhaus Essen diesen Ort auch für weitere Aktionen nutzen möchte!

Susanne Priebs und Sebastian Schlecht, August 2023

Fotos: Young-Soo Chang, Alia, Sebastian Schlecht, Maschienenhaus Essen, lala.ruhr

 

 

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Eine Agora? Ein Parlamernt? EinTheater? Eine Arena? Eine Bühne? Ein Ort für das Alles! (c) Young-Soo Chang