UNTER EINEM DACH - Ein Thementag zur Ausstellung 'Wir ist Zukunft' am Museum Folkwang

UNTER EINEM DACH - Ein Thementag zur Ausstellung 'Wir ist Zukunft' am Museum Folkwang

SAMSTAG, 24. FEBRUAR 2024, 11 – 16 UHR

Die Ausstellung ‘Wir ist Zukunft. Visionen neuer Gemeinschaften’ zeigt im Museum Folkwang in Essen künstlerische Utopien des Zusammenlebens von der Lebensreform um 1900 bis zur Gegenwart. Anlässlich der Ausstellung möchten wir darüber nachdenken, wie wir zukünftig zusammenleben wollen und was Gemeinschaft stiftet. Welche Voraussetzungen braucht es dafür, architektonisch, städtebaulich, öko-
logisch und politisch? Welche historischen und gegenwärtigen Vorbilder können uns eine Richtschnur geben?

Nach einer Führung durch die Ausstellung findet ein Workshop inklusive Stadtspaziergang statt, an den nach einer gemeinsamen
Mittagspause ein architekturhistorischer Vortrag und ein moderiertes Expert:innengespräch anschließen. Bei Fragen nach dem künftigen Zusammenleben von Mensch, Tier- und Pflanzenwelt in der gebauten Umwelt, legen wir einen besonderen Fokus auf das Ruhrgebiet. Neben Expert:innen aus den Bereichen Städtebau, Neue Wohnformen und Stadtökologie sollen auch Bewohner:innen von beispielhaften Projekten zu Wort kommen. Der Tag ist offen für alle und lebt von den Ideen und Beiträgen der Teilnehmenden.

Programm und Anmeldung

PROGRAMM

TEIL 1
11 Uhr | Kuratorinnenführung durch die Ausstellung Wir ist Zukunft. Visionen neuer Gemeinschaften mit Antonina Krezdorn
Treffpunkt: Foyer Museum Folkwang

12 Uhr | Workshop für Familien Die Stadt ist eine gute Wohnung – Wie können wir gut zusammen leben?
Mit Annette Bathen (die Urbanisten e. V.) und Sebastian Schlecht (lala.ruhr)
Angelehnt an die These von Bruno Taut Die Erde – eine gute Wohnung erkunden wir mit offenen Augen die Stadt um das Museum und entdecken dabei verschiedene Formen des (bio-)diversen Zusammenlebens. Aus Fundstücken, Skizzen, Fotos und Wegnotizen entsteht danach im Museum ein Abbild der Ideen der Teilnehmer:innen über die vernetzten Gemeinschaften der Gegenwart. Abschließend können wir uns in der Mittagspause über neue Formen des Zusammenlebens austauschen.
Ort: Salon Folkwang

14 Uhr | Gemeinsames Mittagessen im Salon Folkwang

TEIL 2
14:30 Uhr | Gemeinschaftliche Wohnformen der europäischen Architekturgeschichte
Vortrag von Anna Kloke (TU Dortmund)

15 Uhr | Gespräch: Unter einem Dach
Moderation: Annette Bathen (die Urbanisten e. V.) und Sebastian Schlecht (lala.ruhr)
Mit Beiträgen von:
Lennart Herberhold (Journalist und Autor des Buches Zusammen! Wie Deutschland neues Wohnen ausprobiert), Anja Szypulski (Stadt- und Regionalsoziologin, Expertin für neue Wohnformen, TU Dortmund) und Peter Keil (Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e. V.)
Ort: Salon Folkwang

Für die Teilnahme am Programmteil 1 bitten wir um Anmeldung. Dieser Programmteil ist auch für Familien geeignet.
Für den 2. Programmteil empfehlen wir für Kinder die zusätzliche Anmeldung zum parallel stattfindenden Workshop Kunst und Kräuter (14.30 – 16.30 Uhr).
Dauer des Spaziergangs: ca. 1 Stunde
Bitte wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk vorsehen.

Teilnahme: kostenfrei (inkl. Essen und Getränke)
Anmeldung für Teil 1 unter: info@museum-folkwang.essen.de

Wir freuen uns, wenn Sie uns für die Vorbereitung des Workshops Ihr Alter mitteilen würden.

Konzeption: Anna Kloke, TU Dortmund und Sebastian Schlecht, lala.ruhr in Zusammenarbeit mit Peter Daners, Museum Folkwang

Superstudio 
Gli Atti Fondamentali, Vita (Supersuperficie). Frutta e vino, 1971
Collage und Druck auf Papier
Centre Pompidou, Paris, Musée national d’art moderne/Centre de création industrielle
Achat, 2000
© Superstudio
Foto: bpk/CNAC-MNAM/Georges Meguerditchian


Eine Agora für das Future City Festival 2023!

Eine Agora für die Future City!

Unter dem Motto #ZUKUNFTZUSAMMENBAUEN fanden im Rahmen des dritten Future City Festivals viele verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche rund um das Maschinenhaus Essen statt. 14 Tage lang wurde gebaut, gemalt, genäht, getanzt, diskutiert, gedichtet, und vieles mehr. Und es gab viel Raum, die eigenen Ideen umzusetzen und Neues auszuprobieren.

Das Festival ist ein Projekt des Theater der kommenden Generationen. Mit der Unterstützung der Junior Uni Essen haben Sebastian Schlecht und Susanne Priebs für lala.ruhr einen Workshop auf dem Future-City-Festival konzipiert und durchgeführt, indem eine Agora als zentraler Ort der Future City gebaut wurde.

Wichtig für eine Stadt ist ein Ort des Zusammenkommens, der Debatte, des Austausches, der Präsentation von Ideen, Musik, Tanz, Poetry, und ganz konkret für das Parlament der Future City. 10 Kinder und Jugendliche haben diesen Ort in 4 Tagen selber gebaut. Aus alten Palletten und Restholz ist eine Agora für die Stadt der Zukunft entstanden. Eine Agora? Ein Parlament? Eine Bühne? Ein Theater? Eine Arena? Dieser Ort ist all das zusammen!

Unsere Agora hat auch eine Bühne, bildet aber im Wesentlichen einen Kreis aus dreistufigen Sitz-Tribünen, der etwa 60 Personen Platz bietet. Es gibt mehrere Eingänge und der Kreis öffnet sich in alle Richtungen. Das ermöglicht jederzeit eine Teilnahme oder auch einen Ausweg. Die Bühne kann sowohl als Szenenfläche oder als Sitzgelegenheit genutzt werden, um den Kreis zu schließen – eine Arena entsteht. Die Teilnehmer:innen sitzen sich gegenüber, wodurch eine Kommunikation untereinander entsteht. Ganz bewusst sind auf der Tribüne auch Pflanzen, um zu der Diversität der menschlichen Teilnehmer:innen auf die Rolle der Natur in einer Stadt aufmerksam zu machen. So sollen, vertreten durch 5 pflanzliche Parlamentarier:innen, auch andere Lebewesen ihren Platz in der Future City bekommen.

Die Teilnehmer:innen haben Ihren eigenen Ort geschaffen, an dem auch schon während des Festivals über Fragen der temporären Future City entschieden wurde. Zudem wurden in dem viertägigen Workshop auch ganz konkrete Fertigkeiten erlernt und angewendet: es wurde gesägt, geschraubt, genagelt und gestaltet – und eben gemeinsam diskutiert und entschieden. 10 junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren haben so mit Ihren eigenen Fertigkeiten und alten Holzpalletten ein Parlament für die 60 Bürger:innen der Stadt errichtet, Pflanzen ausgesucht, ihnen ein Platz und den Tribünen einen Namen und eine Identität gegeben. Selbstgestaltetet Masten und Fahnen verbinden die Tribünen untereinander und bilden ein weiteres Symbol für Vielfalt und Gemeinschaft.

Wir freuen uns darauf, dass die Junior-Uni Essen und das Maschinenhaus Essen diesen Ort auch für weitere Aktionen nutzen möchte!

Susanne Priebs und Sebastian Schlecht, August 2023

Fotos: Young-Soo Chang, Alia, Sebastian Schlecht, Maschienenhaus Essen, lala.ruhr

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Maschinenhaus Essen (@maschinenhausessen)

Eine Agora? Ein Parlamernt? EinTheater? Eine Arena? Eine Bühne? Ein Ort für das Alles! (c) Young-Soo Chang